Sinneslandschaft

Projekttagebuch
Woche 10 // 05. September bis 11. September 2022

Großes Finale

Meine Recherche nähert sich dem Ende und so war der letzte zu erlebende Ort für mich auf dieser Reise die Sinneslandschaft im Grassi Museum. Es war wundervoll und machte wirklich viel Spaß. Idealer hätte ein Finale nicht sein können… Die Lichtspiele wirken perfekt mit Tanz zusammen und das Erleben der Farben und Formen ist ein wahrer Genuss! Ein wunderbarer Ort für Tanz, der wirklich alle Sinne zu berühren vermag.

Ich fühlte mich als direkte Erbin von Loie Fuller, die offensichtlich zu ihrer Zeit bereits (1862-1928) ein echter Technik-Fan war, und schon zu Beginn des Medienzeitalters mit allem, was es an entsprechenden Innovationen gab, experimentierte. Ihr Serpentinentanz war eine Art Multimedia-Show aus Licht, Farben, Linien, Formen und Bewegung. Typisch für Fullers Inszenierungen war dabei, dass die Stoffbahnen ihres Kostüms so um die Tänzerin herumwirbelten, dass sie zu einer weichen, ondulierenden Hülle für den Körper wurden. Der Körper selbst blieb geradezu unsichtbar.

Ein Spiel aus Farbe, Licht und Tanz

360° Sinneslandschaften im Grassi Museum

(Quelle: https://www.grassimak.de/museum/360-sinneslandschaften/)

Das Museum wagt am Ende der Ständigen Ausstellung ein Experiment. An Stelle der klassischen Präsentation von Objekten steht eine interaktive Rauminstallation. Das Projekt lädt die Besucher*innen ein, sich in einem computergenerierten Raum zu bewegen.

Werden die Besucher*innen zuvor in den drei Ausstellungsrundgängen mit einer Fülle von Originalobjekten und Informationen konfrontiert, können sie sich hier mit allen Sinnen selbst in Gestaltungsprozesse einbringen. Verschiedene Szenarien – gespeist aus charakteristischen Gestaltungsmerkmalen vom Jugendstil bis zur Gegenwart – reflektieren das gerade in der Ausstellung Erlebte. Die Computer-Animationen reagieren direkt auf die Bewegungen im Raum. Im Spiel mit Formen, Farben und Strukturen sollen sich die Sinne auf allgemeine, immer wiederkehrende Gestaltungsfragen richten.

Das Projekt entstand unter Leitung von Axel Buether, Professor für gestalterische und künstlerische Grundlagen an der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle, in Zusammenarbeit mit dem Museum.

Der interaktive, optisch und akustisch erlebbare Raum wurde inhaltlich komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Ganz neue Sequenzen, gespeist aus charakteristischen Gestaltungsmerkmalen vom Jugendstil bis zur Gegenwart, wurden entwickelt und sind nun, ab dem Zeitpunkt der Wiedereröffnung, bespielbar.

Woche 10 - Sinneslandschaft

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